Neues aus der Grundschule Böbrach

 

 

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Besuch der Sonderausstellung „Das Waldlerische Krippenwunder“

15.01.2019

Besuch der Sonderausstellung „Das Waldlerische Krippenwunder“

Alle zwei Jahre wird die Pscheidl-Krippe mit ihren über 260 Figuren in Regen im Landwirtschaftsmuseum aufgebaut, und so ist seit November das „Waldlerische Krippenwunder“, gestaltet von der Herbergsmutter Maria Pscheidl-Krystek, (verstorben im Jahr 2002 im Alter von 79 Jahren) wieder in einer Sonderausstellung zu sehen. Voller Vorfreude machten sich die beiden Kombiklassen der Grundschule Böbrach mit ihren Klassenlehrerinnen und Silvia Muhr, die Leiterin der Mittagsbetreuung auf den Weg in diese Ausstellung, in der die Stoffbildnerin Maria Pscheidl-Krystek ab den 1950er Jahren ihrem persönlichen Umfeld ein textiles Denkmal gesetzt hat. In unzähligen Stunden hat sie Persönlichkeiten und Nachbarn, Politiker und Geistliche, Ärzte und Schullehrer, Künstler und Musikanten und die Freunde von nebenan naturgetreu nachgebildet. Besonders interessant für die Schulkinder aus Böbrach war die Figur eines kleinen Jungen, der vor vielen Jahren Papst Johannes Paul bei einem Besuch einen Blumenstrauß überreicht hat. Rund 20cm sind die liebevoll und bis ins letzte Detail ausgearbeiteten Figuren groß. Die Arbeitszeit für eine einzige Puppe betrug insgesamt drei Wochen, auch die Kleidungsstücke hat Maria Pscheidl-Krystek alle selber geschneidert. Die einzigartigen Figuren sind in ihrer Zusammenstellung eine sehenswerte Zeitreise für große und kleine Besucher, die ihres Gleichen sucht.

Die Kinder der beiden Kombiklassen durften die Ausstellung unter der Anleitung der zwei Museumspädagoginnen Lisa Späthe und Tina Köck spielerisch erforschen. Sie lernten anschaulich das Handwerk der Stoffbildhauerin kennen und sahen und hörten anhand von Bildern und eines Kurzfilms viel über das Leben dieser außergewöhnlichen Künstlerin. So erfuhren sie auch, dass Frau Pscheidl-Krystek ihre allererste Krippe, welche aus Papier gestaltet war, einer schwer kranken Freundin zum Geschenk machte. Mit Nadel und Faden erkundeten die Kinder anschließend in der Museumswerkstatt die Stoffbildhauerei und fertigten für die heimische Krippe ein eigenes kleines Schaf aus Filzwolle an. Mit Feuereifer arbeiteten sie unter der Anleitung von Luca Weishäupl und Lennard Dietz und gingen dabei sehr geschickt zu Werke. Voller Stolz machten sich alle mit ihren kleinen „tierischen Kunstwerken“ nach einem erlebnisreichen Museumstag wieder auf den Heimweg.

 
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