Neues aus der Grundschule Böbrach

 

 

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Ist mein Kind schulfähig?

27.11.2018

Ist mein Kind schulfähig?

Viele  Eltern der diesjährigen Vorschulkinder des Kindergartens St. Wolfgang und Leiterin Manuela Achatz waren der Einladung der Grundschule Böbrach  zu dem Vortrag der Lerntherapeutin und Familienberaterin Monika Karsten „Ist mein Kind schulfähig?“ gefolgt und erlebten einen informativen Abend.

Zunächst ging die Referentin auf die allgemeinen Voraussetzungen und Grundfähigkeiten sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der Schulfähigkeit ein.

„Ein Kind ist schulfähig, sobald es genügend grundlegende Fähigkeiten hat, die in der Schule trainiert werden können,“  legte Frau Karsten den Eltern nahe. Dazu gehören unter anderem die entsprechenden körperlichen Voraussetzungen, eine altersgemäß ausgebildete Grob-und Feinmotorik,  Wahrnehmungs- und Denkfähigkeit, die ausreichende Entwicklung von Gedächtnis und Konzentration und besonders wichtig die Sprache. Eltern sollten unbedingt hellhörig werden, wenn ein Kind mehrere Laute nicht verfügbar hat und entsprechende Fördermaßnahmen in die Wege leiten. Ebenso sollte ein gewisses Maß an Leistungsmotivation und Persönlichkeitsstruktur erkennbar sein. Vertrauen, ein positives Selbstwertgefühl und Wertebewusstsein helfen dem Kind, sich im sozialen Umfeld zurechtzufinden, Regeln zu akzeptieren  und auch Misserfolge/Enttäuschungen auszuhalten. „Das Kind muss seine Bedürfnisse selber kontrollieren können und nicht permanent die Zuwendung eines Erwachsenen einfordern,“ so die Referentin.

Das Halten von Ordnung ist ebenfalls sehr wichtig für die schulische Arbeitsweise und so auch in gewisser Weise für unterrichtliche Erfolge maßgebend.

Frau Karsten erläuterte im Anschluss an ihre allgemeinen Ausführungen viele Beispiele aus der Sicht der Lerntherapie und wies noch einmal eindringlich darauf hin, wie wichtig die gut funktionierenden taktilen, visuellen und auditiven Wahrnehmungsbereiche für eine erfolgreiche Bewältigung des Schulalltags sind. Sie gab viele nützliche Tipps und Hilfestellungen,  wie diese spielerisch trainiert werden können. Auch auf die große Bedeutung des Vorlesens wies die Referentin hin. Lesen- und Schreibenlernen beginnt bereits lange vor dem Eintritt in die Grundschule. Kinder, denen viel vorgelesen wird und die bereits sehr früh mit Büchern und Geschichten in Kontakt kommen, entwickeln einen positiven Bezug zum Lesen. Regelmäßiges Vorlesen wirkt sich positiv auf die Lesefreude und das Leseverhalten aus und fördert Fantasie, Kreativität, einen umfassenden Wortschatz, eine hohe Konzentrationsfähigkeit und ein erweitertes Vorstellungsvermögen.

Abschließend betonte Frau Karsten, dass jedes Kind klare Vorgaben braucht und Eltern wichtige Bezugs-und Orientierungspersonen sein sollen. Kinder brauchen klare Grenzen innerhalb derer sie sich bewegen und entwickeln können.

Im Anschluss an den Vortrag beantwortete die Referentin gerne noch die Fragen der Eltern, und es blieb auch noch genug Zeit für alle, um in den aufgelegten Materialien, Büchern und Ratgebern stöbern

 
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